Warum haben die Notenbanken – allen voran die US-Notenbank „FED“- aktuell noch so eine Macht?
Das liegt daran, dass man (noch!) der Herr über das Geld ist und derzeit – von der Masse relativ unbemerkt – fast unbegrenzt Geld zu dem gewünschten Zinssatz in den Markt pumpen kann.
Wir reden also über 2 ganz wichtige Dinge: Über Geldmengen und Zinssätze!!!
Mit dem Zins steuern Sie das Konsum- und Investitionsverhalten ganz entscheidend – vor allem dann, wenn Sie einem gutgläubigen Volk mit gefälschten Inflationsstatistiken die negative Realverzinsung bei den Anlagen verschleiern können.
Zum Konsumverhalten: Ein niedriger Zins bewegt die Leute dazu das Geld eher auszugeben, denn dann ist die „ Konsum-Verzichts-Prämie namens Zins „ sehr gering!
Ein niedriger Zins bzw. günstige Finanzierungsmöglichkeiten geben somit der Industrie auch ein gutes Argument in die Hand, den Leuten noch massiver den Kauf des Gutes A oder B jetzt, hier oder bald !!! einzureden.
1. ) Bei den Investitionen entscheidet auch der Zins für eventuelles Fremdkapital darüber, ob sich eine Sache lohnen wird bzw. lohnen könnte oder nicht.
2.) Entscheidend ist aber zunächst – vor allem für die Banken – mal die Frage, ob der Schuldner die Zinsen auf ein Darlehen überhaupt bedienen kann, denn für die Sicherung des Kredites an sich bürgt ja oft die mit dem Kredit gekaufte oder gebaute Sache selbst.
Ein fallendes Zinsniveau sorgt also besonders aus Überlegung 2. heraus für explosionsartig ansteigende Verschuldungsmöglichkeiten.
Und noch was: Niedrige Zinsen nehmen auch das Risiko aus dem Markt, dass eine gekaufte oder gebaute Sache überproportional schnell an Wert ( als Sicherheit zum Beispiel ) verliert, weil man sich in einem Niedrig-Zins-Umfeld fest darauf verlassen kann, dass man selbst dann, wenn es der eine nicht „packt“, relativ schnell einen neuen Käufer für die Sache findet.
Heute wollen wir uns also mal um die Notenbanken kümmern – allen voran um die US-Fed!
Die US-Notenbank hat in den letzten Wochen und Monaten immer massiver am Markt eingegriffen – vor allem am Anleihenmarkt. Außerdem hat man angekündigt die Eingriffe – nach einer kurzen Pause, wenn nötig – noch weiter auf andere Märkte auszuweiten und auch die jeweiligen Volumen nochmals dramatisch nach oben zu fahren.
Zuletzt hat man über ganz massive Käufe von Anleihen die Zinsen immer weiter in den Keller gedrückt. Diese Dinge sind ganz gewaltige konjunktur-stützende Maßnahmen, weil man den Unternehmen, den Privaten und den Staaten so nicht nur Geld an sich, sondern selbiges auch noch zu immer besser werdenden Konditionen – weil zu fallenden Zinsen- zur Verfügung stellt.
Der Zins, zu dem sich die Geschäftsbanken bei der US-Fed Geld leihen können, ist nun ja schon längere Zeit bei Null! An eben diesem Zustand wird sich auch noch längere Zeit nichts ändern, denn die Banken, die Unternehmen, die privaten Haushalte und die Staaten können sich doch gar keinen höheren Zins leisten – warum?
Die Unternehmen befinden sich in einem knallharten Internet- und Globalisierungswettbewerb – jeder Anstieg der Kosten zum Bsp. der Fremdkapitalkosten würde hier vielen schon sehr schnell das Licht ausmachen.
Der relativ gesättigten Gesellschaft in den westlichen Industriestaaten können Sie nur dann noch genügend Geld für noch weiteren sinnlosen Konsum aus der Tasche ziehen, wenn Sie das Argument in der Tasche haben, dass es keine Zinsen – also keine Konsum-Verzichts-Prämie gibt und man den Leuten sagen kann: „ Billiger wird es nicht mehr – sei also nicht dumm und kaufe jetzt!“
Keine andere Branche reitet schon seit Jahrzehnten so massiv und erfolgreich auf den fallenden (Finanzierungs-) Zinsen herum wie die Konsumindustrie, die Bauwirtschaft und die Bausparkassen.
Und es wirkt. Man findet immer wieder genug neue Schafe, die – noch angeheizt von staatlichen Förderungen usw… – weiter in den Immobiliensektor einsteigen.
Und weil keine größere Volkswirtschaft ohne einen sich zumindest vernünftig entwickelnden Bausektor leben kann, deswegen hat man eben auf den Sektor ein ganz besonderes Augenmerk!
Die Notenbanken können also den Zins für die Privaten, die Unternehmen und die Banken eine Zeit lange immer niedriger treiben – bis die Blase platzt und die Masse erkennt was mit den Geldmengen, den Risiken und den Zinsen wirklich los ist.
Das Volk schreit nach Brot und Spielen – also bekommt man das auch. Die modernen Spiele sind zwar nicht mehr die Gladiatorenkämpfe und die Wagenrennen, wo es auf Leben und Tod geht, sondern eben der Konsum, die niedrigen Finanzierungen für alles oder eben das Fernsehen, das Internet, das Handy, Kino, Massenveranstaltungen usw…….!
Die Zinsen bilden sich doch schon lange nicht mehr an einem freien Markt, weil die Sparer alleine über die normalen Geldanlagen das Geld, das die Staaten zur Verschuldung brauchen bei Weitem schon lange nicht mehr aufbringen können.
Der Anteil von Staatsanleihen, die von den Notenbanken aufgekauft werden, steigt schon seit Jahren raketenartig an – Tendenz weiter steigend.
Unsinn – denken da vielleicht einige!
Wie erklären Sie sich dann, dass wir seit 1980 – also schon seit etwa 30 Jahren – tendenziell fallende Zinsen haben, obwohl in der gleichen Zeit die Verschuldung der Schuldner ( vor allem der Staaten ) exponentiell angestiegen ist??
Steigende Schuldenstandsquoten – also Schulden ins Verhältnis zum BIP gesetzt – verschlechtern doch die Bonität des Schuldners und der Zins ist ja auch ein Gradmesser für die Ausfallwahrscheinlichkeit des Geldes – also lässt das alles nur einen Schluß zu:
Das Zinsgefüge ist wegen wirtschaftlicher, politischer, gesellschaftlicher Interessen unter Führung der Notenbanken zuletzt immer weiter völlig aus dem Ruder gelaufen.
Selbst die gewaltigen Geldmengenausweitungen der letzten Jahre haben im globalisierten Wettbewerb nicht mehr zu entsprechender Inflation geführt. Man muss die Geld-Hähne also immer weiter aufdrehen, um die Pferde weiter zum Saufen an den Tränken zu halten.
Was bedeutet das konkret?
In der Not frisst der Teufel Fliegen und wir sind doch aktuell alle froh, dass der Notenbankteufel übertragen eben diese ganzen Fliegen ( sprich die verdeckten Probleme ) frisst, weil wir solange das funktioniert keine größeren Verwerfungen bekommen und seien wir uns doch mal ehrlich: Wer denkt denn schon gern bis ganz ans Ende oder hat Lust sich mit negativen Dingen zu befassen?
Sie müssen sich darüber im Klaren sein, daß wir vom Überleben eines Systems reden und zwar vom größten System das wir in dem Zusammenhang haben – nämlich von unserem Finanzsystem bzw. von unserem Geldsystem
Viele denken sich jetzt sicher: ” Ja so was hatten wir ja noch nie, dass ein Finanzsystem in kürzester Zeit kollabiert
Irrtum! Der Fraß der Motten am System hat schon lange begonnen und in der Weimarer Republik lief es ganz genauso – daran erinnert sich nur keiner mehr!
Ohne die massiven Stützungsmaßnahmen der US-Notenbank in Zusammenarbeit mit der Regierung wäre in den USA das BIP zuletzt – aktuellen Studien zufolge – um über 11% gefallen und fast 17 Millionen Arbeitsplätze wären zusätzlich verloren gegangen.
Alleine von Mitte 2008 bis Mitte 2009 wurde die US-Wirtschaft so mit über 160 Milliarden Dollar pro Monat!!!!!! künstlich aufgeblasen bzw. am Laufen gehalten
Ohne diese künstlichen Dinge in gewaltigem Ausmaß würde unsere Welt heute etwas anders aussehen, würden die Börsen heute anders dastehen, die Währungen usw….., aber das ist alles hätte, wäre, könnte, müsste………..Fakt sind die Eingriffe und die Steuerung der Dinge zu deren und aktuell auch sogar noch zu unser aller Gunsten!
Und man wird die Volumen wieder hochfahren müssen, weil die Verkäufe bestehender Häuser ständig weiter zunehmen und sich schon wieder ein unglaublicher Druck am US-Immobilienmarkt aufgebaut hat.
Der Anteil der Industrieproduktion am gesamten US-BIP beträgt nicht mal mehr 10%! Vor 10 Jahren waren es mit 15% zwar auch schon schlechte Werte, aber jetzt wird es bodenlos.
Wir reden bei den BIP-Zahlen also über immer mehr Luft oder Dienstleistungen – wie die aus der Finanzbranche – die keinen echten Nutzen haben und keinen Mehrwert bringen – nur kosten tun sie was und gemessen werden sie, das war`s dann aber schon!
Das Ende ist auch klar: Irgendwann werden selbst diese gewaltigen Maßnahmen nicht mehr ausreichen, um das Zinseszinsrad und die ständig auf Wachstum gedrillte Wirtschaft im notwendigen Tempo am Laufen und eine unglaublich steil wachsende Geldmenge im Zaum zu halten. Dann entlädt sich alles in gewaltigen Inflationsschüben, der Vernichtung vieler Werte und in einer totalen Verarmung von mindestens 80% der Bevölkerung.
Was bedeutet das jetzt und hier?
Zunächst einmal höchste Vorsicht, denn der Tag der Abrechnung ist nicht zwingend ein festes Datum, sondern ein schleichender Prozess, der seinen Anfang wohl schon damit genommen hat, als die Notenbanken angefangen haben den Banken – am Markt nicht mehr verkäufliche Anleihen – abzukaufen. So wurde aus dem wertlosem Papier der unverkäuflichen Anleihen wieder frisches und neues Futter fürs System – nämlich Geld!!! Bereiten Sie voll und ganz sich auf den Tag „X“ vor, wo sich der Prozess beschleunigt, an dem diese genannten Mechanismen nicht mehr den gewünschten Erfolg bringen. Irgendwann wird sich aus den aktuell übermächtigen, stabilisierenden und überall anerkannten Stützungsmaßnahmen und Eingriffen eine exponentiell wachsende Geldflut entwickeln, die sich auf eine nur langsam oder gar nicht mehr steigende Gütermenge ergießt.
Dann kommt der Anstieg der Inflation und die Fluchtbewegung ins Gold und ins Silber beginnt sich rasend auszubreiten. Dann werden die Edelmetallpreise Fahnenstangen ausbilden, so wie fast jeder Markt und jeder Trend am Ende in sogar oft auch in eine Übertreibung und Blase läuft. Wir beobachten das in allen Märkten und auch im täglichen Leben. Früher war das Handy mal einfach als neue Erfindung nur dazu da, um unterwegs überall mobil erreichbar zu sein. Heute ist es schon Telefon, Uhr, Wecker, Foto, Spielzeug, Lichtquelle, Kalender, Telefonbuch, Internetanschluss usw…..- wir sind also auch hier in den letzten Jahren schon in eine Funktions-Blase gelaufen.
Bringen Sie sich mit Gold und Silber in Sicherheit und geben Sie das Thema weiter, denn was nützt Ihnen das ganze Wissen, wenn Sie nicht danach handeln oder es nicht weitergeben?
Wissen können Sie weitergeben, ohne selber danach weniger zu haben.

Quellenhinweis/Autor und vielen Dank an:
www.wissen-ist-gold.de / www.wissenistgold.de